gerade auf Spreeblick gesehen, dass heute die erste Runde Anhoerungen ueber die Probleme von Internetsperren läuft. Warum nimmt die Politik die Bedenken der Internetaffinen Bürger nicht ernst? Gut, natürlich hat da auch jeder seine Agenda – aber auch die häufig polemische Art zu diskuteren mag nicht immer weiterhelfen. Gestern hab ich mir die aktuelle Folge #169 vom Computerclub2 angehört, dort lief ein langes Interview mit dem mir bislang nicht bekannten Prof. Pfitzmann. Hat mich überrascht, gerade in diesem doch meist recht polemsichen Podcast – Herr Pfitzmann hatte seinen Interviewer immer Griff, hat sehr stringent argumentiert und war vor allem dabei auch taktisch sehr geschickt, in dem er nicht den schnellen billigen Konsenspunkt “Internetsperren sind potetiell böse” eingefahren hat, sondern erstmal den anderen, viel wichtigeren, Konsenspunkt besonders deutlich betont: Kinderpornographie ist verachtenswert. Das steht so auch in der Petition, das will auch jeder Unterzeichner – nur Herr Guttenberg konnte es trotzdem ignorieren. Im direkten Umgang mit Politikern merkte man ihm einen deutlichen Übungsvorsprung an.
Ich hoffe, dass die Vertreter in den Anhörungen genauso sauber und klar argumentieren, das würde die Angriffsfläche für Polemikattacken wie der berüchtigten Guttenbergschen Betroffenheit deutlich minimieren.
Hier geht’s uebrigens zur Petition, die 100000 sind in greifbarer Nähe, nicht wundern, wenn die gleichmal kurz offline ist…