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Mai 27, 2009

Anhörung gegen Internetsperren & Argumentieren für Profis

Filed under: Uncategorized — netzleben @ 7:50 am

gerade auf Spreeblick gesehen, dass heute die erste Runde Anhoerungen ueber die Probleme von Internetsperren läuft. Warum nimmt die Politik die Bedenken der Internetaffinen Bürger nicht ernst? Gut, natürlich hat da auch jeder seine Agenda – aber auch die häufig polemische Art zu diskuteren mag nicht immer weiterhelfen. Gestern hab ich mir die aktuelle Folge #169 vom Computerclub2 angehört, dort lief ein langes Interview mit dem mir bislang nicht bekannten Prof. Pfitzmann. Hat mich überrascht, gerade in diesem doch meist recht polemsichen Podcast – Herr Pfitzmann hatte seinen Interviewer immer Griff, hat sehr stringent argumentiert und war vor allem dabei auch taktisch sehr geschickt, in dem er nicht den schnellen billigen Konsenspunkt „Internetsperren sind potetiell böse“ eingefahren hat, sondern erstmal den anderen, viel wichtigeren, Konsenspunkt besonders deutlich betont: Kinderpornographie ist verachtenswert. Das steht so auch in der Petition, das will auch jeder Unterzeichner – nur Herr Guttenberg konnte es trotzdem ignorieren. Im direkten Umgang mit Politikern merkte man ihm einen deutlichen Übungsvorsprung an.

Ich hoffe, dass die Vertreter in den Anhörungen genauso sauber und klar argumentieren, das würde die Angriffsfläche für Polemikattacken wie der berüchtigten Guttenbergschen Betroffenheit deutlich minimieren.

Hier geht’s uebrigens zur Petition, die 100000 sind in greifbarer Nähe, nicht wundern, wenn die gleichmal kurz offline ist…

Mai 25, 2009

Internet Explorer warnt vor OpenOffice?

Filed under: Gadgets, Internet, OpenSource — Schlagwörter: , , — netzleben @ 9:14 am

Musste gerade auf einem Dienstrechner OpenOffice runterladen um meine Präsentation zu öffnen, natürlich kein Firefox sondern nur IE7 vorinstalliert, ich wunderte mich schon warum der Download nicht anfangt – da seh ich den kleinen gelben Balken „zu Ihrer sicherheit wird der Download blockiert“ – eine Schelm wer böses dabei denkt.

Mai 20, 2009

Objektives Bauchgefühl

Filed under: Uncategorized — netzleben @ 10:33 am

Ein launiger Artikel im Spiegel über die Arbeit der BPjS, mein Lieblingszitat:
Es gibt keine hundertprozentig objektiven Kriterien, da muss man mit Sachverstand und Bauchgefühl arbeiten.

Das ist wohl auch der Grund warum so viele Computerspiele aus meiner Jugend mit grünem Blut da durch kamen… 😉

Hier geht’s zum Artikel.

Mai 13, 2009

Licht am Ende des Tunnels?

Filed under: Uncategorized — netzleben @ 6:29 pm

Caschy hat heute noch mal einen find ich sehr schönen Artikel zum Thema Grundrechte in Deutschland geschrieben.
Die Gefährder Problematik, die ich völlig abgehakt hatte, kam dann, wie heise meldete auch wieder aus ihrem Loch hervor, wenn Frau Zypries schon von „auf Kante genäht“ spricht, bin ich gespannt wie deutlich das Bunderverfassungsgericht wird, das sich bestimmt damit auseinandersetzen dürfen wird.

Ein anderes Gericht hat heute immerhin schonmal erkannt, das DNS Sperren eher bedingt nützlich sind. Schade, dass sich das nicht rumspricht.

Mai 12, 2009

Internetsperren – was passiert, wenn ein Schlagwort den Verstand abschaltet

Filed under: Uncategorized — netzleben @ 3:28 pm

Habe schon länger hier nicht mehr gepostet, aber seit dem Wochenende muss ich einfach was zu Bildschirm bringen.

Die ePetition gegen Internetsperren wächst und läuft langsam aber sicher der 100000 Marke entgegen, selbst Missbrauchsopfer wenden sich gegen diesen Gesetzesvorschlag. Warum kommt der Gesetzesvorschlag eigentlich aus dem Wirtschaftsministerium? Die Ankündigungen, Sperrungen auch über das Konsensthema Kinderpornografie auszuweiten geben einem ein ungutes Gefühl, dass die Befürchtungen hier wird ein Zensurinstrument eingeführt nicht so weit daneben liegen.

Was mir persönlich die Galle hochkommen lässt ist, dass die Unterzeichner der Petitionen mit Kinderpornokonsumenten gleichgesetzt werden, im Petitionstext wird dabei bereits glasklar daregestellt, dass das ZIEL der Sperren von den Unterzeichnern ausdrücklich unterstützt wird, das MITTEL, die Sperrren selbst aber als potentiell gefährlich, weil unktrolliert ausweitbar angesehen werden, da es keine richterliche Kontrolle, keinen Einspruchsmechanismus geben soll, bereits die mittelbare Verlinkung, auf Seiten (was zur Hölle ist im Netz nicht mittelbar) zu Sperrungen führen soll und – vor allem – bereits ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden soll, wenn man ein Stoppschild sieht – und da reicht es ja potentiell wohl aus wenn Firefox Prefetching betreibt oder ein böswilliger Bekannter einem einen „tinyurl“ links schickt. Na Prost.

Und heute bei heise und inzwischen auch bei netzpolitik der nächste polemische Aussetzer: Der Kinderschutzbund startet eine Gegenpetition, die wieder impliziert, die oben verlinkte ePetition unterstütze die Verbreitung von Kinderpornographie.

Die beste Argumentenliste hat bislang netzpolitik geschrieben – es geht nicht darum illegale Inhalte zu unterstützen im Gegenteil – es ist alles bereits da um sie wirkungsvoll zu verfolgen!
Ich bin gespannt wie es weiter geht und ob zumindest die Oppositionsparteien es schaffen in der Öffentlichkeit eine ausgewogene Position zu beziehen, die die sachlichen Argumente gegen diesen Gestzesentwurf darstellt ohne den Gesetzesgegnern illegale Tätigkeiten zu unterstellen.

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